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Innsbruck (pte, 22. Dez 2004)
Frühere Studien der Universität Innsbruck waren zu dem Schluss
gekommen, dass es bei Infektionskrankheiten oder Krebs zu einem
verstärkten Abbau der essentiellen Aminosäure Tryptophan kommt.
Die Ursache dafür liegt im Immunsystem als Teil seiner zellteilungshemmenden
Wirkungen. Je stärker das Immunsystem belastet ist, desto mehr
ist die Verfügbarkeit des Tryptophans beeinträchtigt und umso
wahrscheinlicher ist auch die Entstehung depressiver Stimmungslagen.
In-Vitro-Experimente mit peripheren mononukleären Blutzellen
haben ergeben, dass Extrakte von Johanniskraut biochemische
Prozesse unterdrücken, die durch den während der Immunreaktion
gebildeten Botenstoff Interferon-gamma induziert werden. Die
Johanniskrautextrakte hemmen massiv den Tryptophanabbau. Genau
genommen, hemmen die Inhaltsstoffe die Zytokinproduktion, was
zur Unterdrückung jener Immunaktivierungskaskaden führt, die
für die Störung des Tryptophanhaushalts und die damit verbundene
Depressionsneigung bei verschiedenen chronischen Krankheiten
verantwortlich ist.
pressetext.austria
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