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London (pte, 22. Jun 2005)
Im Laborversuch wies die
Wissenschafterin nach, dass Genistein bei einem großen Spermaanteil eine Reaktion auslöst, die
die Befruchtung der Eizelle ermöglicht. Normalerweise kommt
es im Körper erst nach Stunden zu dieser Reaktion. Aus diesem
Grund könnte Genistein in und um die Gebärmutter dazu führen,
dass das Sperma zu früh seine größte Aktivität erreicht.
Bei Tests mit Mäusen waren größere Mengen Genistein für das
Erzielen der gleichen Reaktion erforderlich. "Es zeigte sich,
dass das menschliche Sperma deutlich empfindlicher reagierte.
Die Werte lagen dabei innerhalb der Mengen, die normalerweise
im Blut der Menschen nachgewiesen werden können", so Fraser.
Derzeit sei nicht bekannt, bei welcher Sojamenge das Eintreten
dieses Effektes verhindert werden könne.
Frühere Untersuchungen der Wissenschafterin hatten bei Mäusen nachgewiesen, dass
in hopfenbasierten Produkten enthaltene Bestandteile ähnliche Auswirkungen haben.
Bei allen diesen Bestandteilen handelt es sich um schwache Östrogene. Fraser
nimmt jedoch nicht an, dass ihre Auswirkungen auf das Sperma gleich wie jene
des weiblichen Sexualhormons sind. Vielmehr scheint Genistein im Sperma die Produktion
des Signal gebenden Moleküls zyklisches AMP auszulösen.
pressetext.austria
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