Belfast (pte, 01. Apr 2004)
Zusätzlich
werden von den Wissenschaftlern Zweifel an der Sinnhaftigkeit
des Einsatzes bei künstlicher Befruchtung geäußert. Laut
BBC erhöht das Medikament die Geschwindigkeit, mit der sich
die Spermien bewegen. Zusätzlich scheint das Timing eines
chemischen Vorganges beeinflusst zu werden, der für
die Befruchtung der Eizelle entscheidend ist.
Dieser Vorgang, die so genannte Akrosom-Reaktion, setzt
digestive Enzyme frei, die die äußere Schutzschichte
der Eizelle aufbrechen und so eine leichtere Penetration
ermöglichen. Viagra scheint diese Reaktion zu beschleunigen.
Erreicht das Sperma die Eizelle, sind keine entsprechenden
Enzyme mehr vorhanden. Die Wissenschaftler untersuchten
45 Samenproben. Bis zu 79 Prozent mehr Sperma der Viagra-Proben
wiesen eine beschleunigte Reaktion auf. Diese Ergebnisse
bestätigen frühere Studien mit Mäusen, die ergaben,
dass unter dem Einfluss von Viagra deutlich weniger
Eizellen befruchtet wurden. Zusätzlich entwickelten
sich weniger der entstandenen Embryos weiter.
pressetext.austria